Cooktown

Von Cairns aus ging die Reise an der Küste entlang durch den Daintree Nationalpark und den Bloomfield Track nach Norden. Bis nach Cooktown, den Ort wo alles seinen Anfang nahm.Nicht unseren – aber den von Australien, so wie wir es kennen. Denn dort lief 1770 Captain Cooks Schiff, die Endeavour auf Grund, bzw. auf eines der vielen Riffe und er musste dort sein Boot wieder flott machen. Cooktown selbst ist ein eher verschlafenes Kaff, das aber sehr schön gelegen ist.

Für uns war es ein kurzer Stop um unsere Vorräte wieder aufzufüllen, denn seit wir Cairns verlassen hatten, waren wieder ein paar Tage vergangen. Der Daintree Nationalpark wurde uns daheim in der Schweiz von vielen Leuten als ein absolutes Highlight angepriesen und wir müssen nun sagen, dass wir eher enttäuscht waren, nachdem wir dort waren. Das liegt vermutlich daran, dass wir zuvor schon einige Wochen im Regenwald unterwegs waren. Vielleicht nimmt man dann das was es dort zu sehen gibt nicht mehr als ein solches Hightlight war.

Uns war es viel zu touristisch und zu überlaufen, obwohl es schon ein paar schöne Strände hatte, an denen wir gerne geblieben wären. Aber wie immer wenn es touristisch ist, stehen dann überall Schilder mit dem von uns wenig geliebten „No Camping“.

Der Bloomfieldtrack der ab dem Cape Tribulation (warum fahren da eigentlich alle hin?) nach Norden führt, war schon eher das was wir vorher zu hören bekommen hatten. Allerdings ist auch dieser sehr populär und das hat dann zur Folge, dass es immer wieder ein paar hirnlose Zeitgenossen gibt die mit ihren Offroadfahrzeugen ihre Ralleyambitionen ausleben.
Die brettern dann völlig rücksichtslos die schmalen Strecken entlang, teilweise ziemlich ausser Kontrolle und scheren sich einen volligen Kehricht darum, dass es noch andere Leute auf dem Abschnitt hat.
Die Strecke selbst war aus fahrtechnischer Sicht nicht extrem schwer, was sich bei Regen aber gehörig ändern würde. Allerdings hat es ein paar dermassen steile Stellen in dieser Strasse bzw. Piste, dass man das Auto kaum heruntergebremst bekam, obwohl man schon im zweiten Gang der Untersetzung unterwegs war. Für alle Nicht-Geländewagenfahrer sei an dieser Stelle angemerkt, dass man in der Theorie in diesem Gang eigentlich alle Füsse von den Pedalen sollte nehmen können. Und das müsste Auto quasi von „alleine“ den Berg herunterfahren. Das eine ist die Theorie und das andere wie so oft die Praxis… Wie gesagt war es bei uns trocken und somit alles kein Problem, aber bei Regen wäre das vermutlich kein Spass gewesen.

Die Wasserdurchfahrten, waren alle Harmlos und nicht sehr tief, was wir dankend zur Kenntnis nahmen. Auch hier sähe es vermutlich bei Regen deutlich anders aus.

Am Ende des Bloomfieldtracks gab es auch noch eine andere Veränderung für uns, denn wir waren nun aus dem Regenwald herausgefahren und die Vegetation veränderte sich merklich. Nun war zum ersten Mal der typisch rote, australische Boden zu sehen und viele Eukalyptusbäume. Der Wald ist nun viel offener und die Bäume nicht mehr so hoch.

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