Deutschlandtour – Etappe 4

Durch’s schöne Lahntal von Limburg zur Schleuse Ahn.

Limburg – Schleuse Ahn 61 km (297 km ges.)

Obwohl ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, erwähne ich trotzdem dass es in der Nacht wieder kräftig geregnet hatte und glücklicherweise gegen Morgen wieder aufgehört hatte. Aber natürlich bedeutete das einmal mehr ein nasses Zelt einzupacken. Kurz nach der Abfahrt mussten wir schon den ersten Anstieg hochfahren, denn der Radweg führte hinauf zum Schloss Oranienstein, nur um von dort gleich steil wieder nach Diez hinunterzuführen. Da wir noch kein Frühstück gegessen hatten, suchten wir eine Bäckerei bei der wir das nachholten. Von dort aus gings weiter nach Geilmann, das zwar einen geilen Namen hat aber sonst nichts zu bieten hat. Ausser der Tatsache, dass hier der Radweg nicht am Fluss entlangführt und die Strasse recht steil nach Holzappel hinaufführt. Das Studium unserer Karte zeigte aber, dass es einen viel kürzeren Weg durch den Wald geben müsste, den wir auch fanden. Es war ein Forstweg der natürlich auch den Bergrücken überqueren musste, wie die normale Strasse. Allerdings war das steile Stück nicht sonderlich lang und wir mussten nur ein paar hundert Meter schieben. Dafür gab es keine Autos und wir konnten die Stimmung im Wald geniessen. Von dort aus ging’s steil bergab an der Laurenburg vorbei, diese liessen wir aber rechts liegen und genossen die Abfahrt dafür um so mehr. Der nächste Stop war in Obernhof wo es mal wieder zu tröpfeln anfing, wir fanden Schutz in einer geräumigen Bushaltestelle und kaufen uns am Kiosk ein Eis um die Warterei sinvoll zu nützen. Nach der kurzen Zwangspause ging’s wieder steil bergauf zum Kloster Arnstein. Oben angekommen zeigte uns ein Strassenschild, dass wir gerade mit 16% Steigung konfrontiert waren. Von dort aus ging’s in leichtem Auf -und Ab weiter nach Bad Ems, das wir aber im Schnelldurchgang besichtigten. Das Kurhotel am Hafen und die vielen Ausflugsboote vor dem Selbigen liessen uns schnell die Flucht ergreifen. Auf dem „Fluchtweg“ hinaus aus der Stadt konnten wir dann noch die russische Kirche bewundern, mit ihrem blauen und goldverzierten Dach.
Da Liliane Schmerzen im Knie hatte, beschlossen wir es für heute gut sein zu lassen, als wir dem Campingplatz an der Schleuse Ahn erreichten. Das war im übrigen der mit Abstand billigste Campingplatz unserer ganzen Reise, denn wir beahlten für alles gerade einmal 5 Euro. Den Mittag verbrachten wir mit Faullenzen und ich ging ein paar mal zur Schleuse, wenn Boote durchkamen. Ansonsten war dies ein sehr ruhiger Tag.

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