Schleuse Ahn – Senheim 87 km (384 ges.)
Heute standen die letzten Kilometer des Lahntalradwegs auf dem Programm. Dieser endet in Lahnstein, wo die Lahn nach rund 250 km schlussendlich in den Rhein fliesst. Lahnstein selbst ist nicht sehenswert, wie wir feststellen konnten, als wir dieses nach knapp 20 km Fahrt erreichten. Aber ein Bäcker gab es und so konnten wir unser Frühstück nachholen.
Am Rhein entlang ging es bis nach Koblenz, wo wir am Deutschen Eck eine Pause einlegten. An selbigen mündet die Mosel in den Rhein, der Fluss den wir als nächstes entlang fahren wollten. Schon nach wenigen Kilometern entlang der Mosel wurde uns klar, dass dieser Radweg anders werden würde als der Lahntalradweg. Die Mosel ist viel breiter und auf beiden Seiten gibt es Weinberge. Auch führen hier an beiden Flussufern Strassen entlang und es war längst nicht mehr so ruhig wie noch im Lahntal.
Durch das Einbiegen ins Moseltal bekamen wir es auch zum ersten Mal mit Gegenwind zu tun, der mich teilweise zwang recht kräftig in die Pedale zu treten. Liliane lernte schnell meinen Windschatten zu schätzen und versteckte sich so gut hinter mir, wie das eben mit einem vollbepacktem Rad möglich ist.
Irgendwann verlangte Liliane nach einer Pause, da sie schon fast einen Hungerast hatte. So suchten wir einen Platz zum halten, denn der Radweg führte in diesem Abschnitt eigentlich immer an der Bundesstrasse entlang. Wir fanden ein schattiges Plätzchen und konnten dann endlich unsere leeren Mägen wieder füllen und uns für die kommenden Kilometer etwas ausruhen. Interessanterweise sahen wir dann auch wie das Dorf auf der anderen Flusseite hiess…. „Müden“ -wenn das mal kein Zufall ist!
Von Treis ging es weiter nach Cond, was eigentlich keiner Erwähnung bedürfte, wenn da nicht der „Radweg“ gewesen wäre. Der wurde nämlich zu einem Forstweg, der uns gelegen kam, da er durch ein Waldiges Gebiet am Fluss entlang führte. Somit hatten wir schönen Schatten, denn heute war es zum ersten Mal richtig heiss. Dummerweise wurde der schöne Forstweg zu einer echten Mountainbikepiste die recht schlammig war. Mir hat’s gefallen aber ich glaube da war ich der Einzige. Alle die uns entgegenkamen waren jedenfalls am fluchen und auch Liliane machte keine Freudensprünge.
In Cond hockten wir uns an den Fluss und kühlten uns erst einmal ab. Diese Temperaturen waren wir nach all dem miesen Wetter einfach nicht mehr so richtig gewöhnt. Wir genossen die Aussicht auf das gegenüberliegende Cochem mit der tollen Burg und der schönen Altstadt. Dies ist einer der absoluten Touristenmagneten im Moseltal und entsprechend war hier die Hölle los.
Weiter ging es die Mosel rauf bis Beilstein, dem nächsten Touristenort. Dieses Mal machten wir auch einen Stop und schauten uns das Städtchen genauer an und wanderten zur Burg Metternich hinauf. Von dort hatten wir einen tollen Ausblick auf das Moseltal, den wir eine Weile genossen. Im Dorf selbst kann man an jedem Eck, Wein probieren und gleich kaufen, aber wir fanden eine Gelateria und gönnten uns lieber ein Eis.
Nach unzähligen Moselschlingen erreichten wir unseren Campingplatz in Senheim, der den Namen „holländischer Hof“ nicht zu unrecht trägt. Hier ist alles Holländisch- die Gäste, das Essen, das Personal. War aber witzig hier abzusteigen und wir hatten einen tollen Platz direkt am Wasser.
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